Lernwerkstatt – Pädagogik – Kinderportfolios als Bildungs- und Entwicklungsdokumente
Kinderportfolios als Bildungs- und Entwicklungsdokumente
Kinderportfolios haben sich in vielen Kindertageseinrichtungen als wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit etabliert. Sie dokumentieren Bildungs- und Entwicklungsprozesse, machen individuelle Lernwege sichtbar und unterstützen Kinder dabei, sich mit ihren Erfahrungen, Interessen und Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Gleichzeitig stellen sie Fachkräfte immer wieder vor Fragen: Welche Ziele verfolgen wir mit der Portfolioarbeit? Welche Inhalte sind bedeutsam? Wie gelingt die Beteiligung der Kinder? Und wie kann Portfolioarbeit so gestaltet werden, dass sie nicht zu einer zusätzlichen Aufgabe wird, sondern als selbstverständlicher Teil des pädagogischen Alltags erlebt wird?
Vor dem Hintergrund des weiterentwickelten Orientierungsplans Baden-Württemberg gewinnt die Portfolioarbeit zusätzlich an Bedeutung. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten, die Perspektiven der Kinder sichtbar zu machen, Partizipation zu stärken und Bildungsprozesse wertschätzend zu begleiten. Dabei rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie Kinder ihre Portfolios als ihre eigenen Dokumente erleben und aktiv mitgestalten können.
Ziel der Fortbildung
In dieser Lernwerkstatt setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Kinderportfolio als Instrument der Bildungs- und Entwicklungsdokumentation auseinander. Sie reflektieren die bisherige Praxis ihrer Einrichtung, entwickeln ein gemeinsames Verständnis von gelingender Portfolioarbeit und lernen Möglichkeiten kennen, Portfolios partizipativ, ressourcenorientiert und alltagsintegriert zu gestalten.
Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden Impulse zur Entwicklung oder Weiterentwicklung eines einrichtungsbezogenen Portfoliokonzepts, das die Bedürfnisse der Kinder, die pädagogischen Ziele der Einrichtung sowie die Anforderungen des Orientierungsplans berücksichtigt.
Schwerpunkte
- Das Kinderportfolio als Bildungs- und Entwicklungsdokument
- Portfolioarbeit im Kontext des weiterentwickelten Orientierungsplans Baden-Württemberg
- Bedeutung von Beobachtung, Dokumentation und Bildungsbegleitung
- Partizipation von Kindern bei der Gestaltung ihrer Portfolios
- Unterschiede und Besonderheiten der Portfolioarbeit mit U3- und Ü3-Kindern
- Transparenz, Eigentum und Zugänglichkeit von Portfolios
- Portfolioarbeit als Bestandteil des pädagogischen Alltags
- Qualitätsmerkmale gelingender Portfolioarbeit
- Entwicklung eines einrichtungsbezogenen Portfoliokonzepts
Inhalte und Themen
Die Lernwerkstatt bietet Raum für fachliche Impulse, Praxisreflexion und kollegialen Austausch. Gemeinsam werden unter anderem folgende Fragestellungen bearbeitet:
- Welche pädagogischen Ziele stehen hinter der Portfolioarbeit?
- Wie werden Kinderportfolios in den Einrichtungen aktuell genutzt?
- Welche Inhalte gehören in ein Portfolio und welche eher nicht?
- Wie können Kinder aktiv an Auswahl, Gestaltung und Reflexion beteiligt werden?
- Welche Unterschiede ergeben sich in der Portfolioarbeit mit Kindern unter und über drei Jahren?
- Wie werden Bildungs- und Entwicklungsprozesse sichtbar gemacht?
- Wem gehört das Portfolio und wie selbstständig können Kinder darauf zugreifen?
- Wann und wie kann Portfolioarbeit im Alltag stattfinden?
- Wie können Familien in die Portfolioarbeit einbezogen werden?
- Welche gemeinsamen Standards und Vereinbarungen braucht ein gutes Portfoliokonzept?
Zielgruppe
- Pädagogische Fachkräfte
- KiTa- und Gruppenleitungen
- Nachqualifizierer:innen nach § 7 Abs. 2 Nr. 10 KiTaG
- Qualifizierer:innen zur Gruppenleitung nach
- § 7 Abs. 6 Nr. 2 KiTaG
- Anerkennungspraktikant:innen/PiAs
Referentinnen:
Sophie Koß, Katja Waschki
Kursdetails
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FormatLernwerkstatt
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Zeitraum13.10.2026 - 29.06.2027
4 Termine à 4 UE -
Termine13.10.2026 14:00 - 17:30 Uhr
12.01.2027 14:00 - 17:30 Uhr
13.04.2027 14:00 - 17:30 Uhr
29.06.2027 14:00 - 17:30 Uhr -
Kursnummer10343
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Veranstaltungsort
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Maximal verfügbare Plätze20
NQ
Q-GL
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